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#01 – 7 Fehler, die jeden Filmemacher-Neuling bankrott gehen lassen

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Der Traum der Selbstständigkeit: Früher oder später treibt jeden Filmemacher der Gedanke des “eigenen Herr seins” um. Spannende Projekte, tolle Zusammenarbeit mit Kunden und nur noch der Arbeit nachgehen, die einen zutiefst erfüllt. Klingt doch wirklich traumhaft, oder? Und vielleicht geht es Dir gerade auch so?

Oder bist Du womöglich schon in Dein eigenes Business gestartet, trittst aber aktuell auf der Stelle und weißt nicht, woran es eigentlich scheitert? Immerhin kann so ein Traum recht schnell ausgeträumt sein oder gar zum Albtraum werden, wenn Du nicht die richtigen Hebel in Bewegung setzt.

Ja, oftmals hakt es genau sogar an den immer selben Stellschrauben, da der Großteil der klassische Filmemacher sich eher im kreativen Bereich austobt und dabei den, zugegeben recht trockenen, Business-Part vernachlässigt. Aber: Auch dafür gibt es Lösungen. Du musst bloß bereit sein, Dich diesen zu stellen. Deshalb finden wir innerhalb dieses Artikels heraus, wo die größten Fehler der meisten Videografen liegen und wie Du diese Fettnäpfchen umschiffen kannst.

Denn, glaube mir: Alternativ zahlst Du ziemlich viel Lehrgeld. Und das möchte ich Dir gern ersparen.

Wichtige Links zur Folge


Fehler #1: Dir fehlt jegliche monatliche Kostenstruktur.

Startest Du in Deine Selbstständigkeit als Filmemacher, solltest Du mit Blick auf Deine Finanzen eines nicht sein: blauäugig. Sei ehrlich zu Dir selbst, finde heraus, welche monatlichen Kosten auf Dich zukommen – und drücke Dich nicht davor. Dass ein Business gerade zu Beginn bares Geld kostet, ist ganz normal!

Sieh es als eine Investition in Dich und Deine Fähigkeiten und scheue nicht, dieses Budget einzukalkulieren. Richtig eingeteilt, werden Dich künftige Investitionen sogar wie ein Sprungbrett auf das nächste Level befördern.

Die einzige Frage, die Du Dir bei jedem Kostenpunkt stellen solltest, lautet: Benötige ich diese Kostenposition wirklich? Kannst Du diese Frage uneingeschränkt mit “Ja” beantworten, winkst Du den fälligen Betrag durch. Spare nicht an Punkten, die Deine Arbeitsqualität massiv einschränken, aber verlaufe Dich auch nicht in Aufwendungen, die nichts als dem puren Perfektionismus dienen.

Verzichte insbesondere auf langfristige Verträge wie ein “2-Jahres-Abonnement” für eine Software oder ähnliches. Wer weiß schließlich, ob Du den betroffenen Service in zwei Jahren überhaupt noch brauchst?

Grundsätzlich gilt übrigens: Kaufe niemals per Lastschrift, sondern verlange stets den Kauf auf Rechnung. So hast Du stets in der Hand, was mit Deinem Geld passiert und bekommst ein Gefühl dafür, was Du wann wofür ausgibst.

Suchst du tägliche Inspiration aus dem Alltag echter Medienprofis? Dann checke unseren Instagram-Kanal aus!

Fehler #2: Du wählst die falschen Versicherungen.

Versicherungen gelten gerade unter Selbstständigen als Knackpunkt. Dennoch treffen hier Kreative oft die falschen Entscheidungen. Drücke Dich deshalb nicht vor intensiver Recherche und nimm zur Not eine individuelle Beratung in Anspruch. Im Zweifelsfall wirst Du froh sein, eine gute Versicherung gefunden zu haben.

Fokussiere Dich für’s Erste auf die Kranken-, Sozial- und Rentenversicherungen. Diese drei Spektren solltest Du mit einem guten Gefühl abdecken können. Meine persönliche Empfehlung für Dich an dieser Stelle sind die Barmenia Versicherungen Wuppertal.

Wie auch immer Du Dich entscheidest: Unterschreibe nichts, bevor Du nicht exakt weißt, worauf Du Dich einlässt. Auch, wenn Kleingedrucktes und Papierkram lästig sein können. Eine falsche oder mangelhafte Versicherungen sind noch viel anstrengender.

Fehler #3: Du tätigst die falschen Investments.

Wer klug investiert, investiert in sein Business. An diesem Grundsatz scheint nichts Falsches. Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Investment? Wann brauchst Du wirklich die neue Kamera, das neue Mikrofon oder die aktuellste Schnittsoftware?

Grundsätzlich kann ich Dir nur raten: Überprüfe stetig Deine Arbeitsqualität und werfe auch ein Auge auf den Branchenstandard. Abhängig davon, ob Du selbst Deinen Ansprüchen noch gerecht wirst oder nicht, solltest Du über eine Investition in ein neues Vehikel nachdenken. Lass es jedoch niemals so weit kommen, dass Deine Ausrüstung während eines Projekts versagt – nur aus Angst, einen gewissen Betrag in neue Objektive und Co. zu investieren.

In welche Technik Du derweil investieren solltest und welche Ausrüstung gerade am Anfang wichtig ist, liest Du in diesem Artikel.

Halte Dir stets im Hinterkopf: Intelligente Investitionen bringen Dir in aller Regel einen Return. Wirtschafte im Rahmen des Möglichen und halte Deine Qualität. Letztendlich sind es Deine Kunden, die es Dir danken werden – im Idealfall in Form von Weiterempfehlungen und weiteren Aufträgen.

Fehler #4: Du expandierst zu früh.

Expansionen scheinen für viele Freiberufler enorm reizvoll. Schließlich klingt es auch klasse, sein Business zu erweitern und eine noch größere Reichweite samt wachsenden Kundenstamm aufzubauen. Achte jedoch darauf, dass Du Dich nicht völlig übernimmst und Dir zu viele Kunden an Bord holst, die Du im Worst Case nicht optimal bedienen kannst.

Deshalb rate ich Dir: Plane Deine unternehmerische Laufbahn am Reißbrett. Organisiere Dir ein White-Board oder eine Pinnwand – Vorsicht, gutes Investment! – und lege ein Vision Board an: In wie ferner oder naher Zukunft möchtest Du welche Unternehmensgröße erreichen, welche Kunden bedienen und an welchem Standort möchtest Du wann tätig sein?

Auch in diesem Bereich ist eine detailgenaue Planung elementar. Auch dann, wenn sie Dich viel Zeit und Gehirnschmalz kostet: Es wird sich auszahlen.

Solltest Du bei Deiner Business-Planung Unterstützung benötigen, bewirb Dich jetzt auf unser exklusives Individual-Consulting: Sende uns eine E-Mail an post@posmyk-media.de und verrate uns, woran es aktuell bei Dir scheitert und weshalb wir gerade Dir unter die Arme greifen sollten.

Fehler #5: Dir mangelt es an Struktur in Deinem Business.

Inzwischen ist Dir sicher aufgefallen: Eine gut strukturierte Selbstständigkeit ist das A und O für ein zukunftsfähiges Unternehmen. Setze deshalb Deine ganz eigenen Rahmenbedingungen und organisiere jegliche Abläufe und Eckdaten. Stelle Dir dazu die folgenden Fragen:

  • Wie organisierst Du Deine Ablage?
  • Wann bearbeitest Du Deine offenen Mails?
  • Wie setzt Du Dir Deine Arbeitszeiten?
  • Wie steht es um Deine offiziellen Öffnungszeiten?
  • Wann bist Du über welchen Kanal erreichbar?

Darüber hinaus ist ebenso eine gelungene Datenablage für Dich und Dein Team wichtig. Hierzu empfehle ich Dir, einen Blick auf die Google Drive Teamablagen zu werfen. Mit rund zehn Euro pro Nutzer kommst Du verhältnismäßig günstig davon und weißt ein Tool an Deiner Seite, das technisch überzeugt.

Fehler #6: Du unterschätzt das Netzwerken.

Viele Kreative sind Eigenbrötler und möchten zu Beginn ganz klar ihren eigenen Weg gehen. Mir persönlich erging es genauso – bis ich feststellte, welchen Wert das kontinuierliche und professionelle Netzwerken mit sich bringt. Inzwischen weiß ich: Die besten Kontakte entstehen eher selten auf XING, sondern im persönlichen Austausch.

Ob Du Events besuchst, Messen ansteuerst oder Veranstaltungen Deiner Zielgruppe oder Mitbewerber wahrnimmst – überall dort findest Du wichtige Ansprechpartner, mit denen Du Dich verbinden kannst. Lernt euch gegenseitig kennen und nutzt eure jeweiligen Stärken. Wer weiß: Vielleicht gelangst Du auf diesem Wege schneller als gedacht an neue Aufträge.

Möchtest Du Dich mit uns und anderen Filmemachern und Kreativen vernetzen? Dann schau einmal bei uns auf Instagram vorbei und tritt in Kontakt!

Fehler #7: Du scheiterst an der Buchhaltung.

Zugegeben: Dieser Fehler ist der Klassiker. Immerhin ist die kontinuierliche Buchhaltung eines der mit Abstand unbeliebtesten Aufgabengebiete aller Selbstständigen. Machen wir’s deshalb kurz: Für eine professionelle Buchhaltung braucht es nicht viel.

Finde eine intuitive wie funktionsreiche Software, die Dir den Großteil der Arbeit abnimmt und Deine Finanzen, Belege und Co. gut sortiert sichert und aufbereitet. Stellst Du dennoch fest, dass Dir dieses Thema überhaupt nicht liegt und mehr Arbeitszeit raubt, als es sollte, stelle eine Buchhaltungskraft ein. Schließlich bedeutet Freelancing auch Kooperation. Und kannst Du so eine Schwäche ausgleichen, Zeit gewinnen und mehr Aufträge bearbeiten, haben doch alle Beteiligten gewonnen, oder?

Und, hast Du bereits einen dieser klassischen Fehler begangen oder bist Du ihnen auf Deiner Reise als Filmemacher bislang erfolgreich ausgewichen? Hinterlasse gern einen Kommentar mit Deinen konkreten Fragen!

Schildere mir Deine Hindernisse und berichte von Deinen Erfahrungen. Ich freue mich, mit Dir in den Austausch zu kommen!

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